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Tag: Buch
Frisch gedruckt

Frisch gedruckt und frisch vor der Buchmesse 2011 dieses Jahr erschienen:
Liz Collet, Life's Little Heartlights - Lichtfunken zwischen Sand und Sternen, 2011.
Kein Buch mit Foodrezepten, wie mancher vielleicht annehmen würde. (Die sind noch in Arbeit und zum Teil ebenfalls bereits in der Druckphase - dazu dann mehr demnächst]. Sondern Fotografien, die mit der Makrofotografie und closeupviews nach und nach entstanden sind. Und Texte und Gedanken. Etwas für's Auge und...... eben Heartlights. In mehr als einem Sinne der Bedeutung.
U.a. hier erhältlich:click@
Liz Collet, Life's Little Heartlights - Lichtfunken zwischen Sand und Sternen, 2011.
Sandmuschelchen 14.10.2011, 09.35 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Sternstunden der Deutschen im ZDF
*
*
Bildquelle: Print bitte hier clicken und RFL/RM bitte hier clicken für mehr Info
Sandmuschelchen 08.12.2009, 22.29 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Deutschland Dritter Klasse
In Deutschland existiere eine Parallelwelt, liest man immer wieder.
Immer
dann, wenn es um Menschen mit dem neudeutsch geprägten Begriff des
Migrationshintergrundes geht. Davon aber ist - zumindest nicht in
diesem Sinne - nicht die Rede in dem Buch "Deutschland Dritter Klasse" von Julia Friedrichs, Eva Müller und Boris Baumholt.Begriffe wie "abgehängtes Prekariat", "neue Armut" oder "die Unterschicht" sind fast schon "normal" in den Medien geworden, wenn (bitte hier weiterlesen)
Sandmuschelchen 04.05.2009, 13.32 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Hick hack

Hick Hack
Wer glaubt an Liebe?
fragt eins den andern.
Nur die Herzensdiebe
- wenn sie schon weiterwandern.
Wie anders könnten sie denn
ohne Blick zurück
ohne Aber und Wenn
so sicher sich sein, auf's nächste Glück?
;-)
(c) Copyright Liz Collet
Bildquelle. click@Hick Hack
Sandmuschelchen 29.10.2008, 12.12 | (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL
Kasseler Küsschen
An manchen Tagen brummt der Briefkasten mürrisch. Wenn er genau weiss, dass ich ihn am liebsten links liegen lassen würde. Rechts, eigentlich. Rechts an der Treppenhauswand, in die er eingelassen ist und an der ich vorbeikomme, wenn ich das Haus betrete. Auf dem Rückweg von der Post, vom schnellen Einkauf der Kleinigkeiten, die man unter der Woche noch so braucht. Er klingt dann immer so, als habe er ein schlechtes Gewissen, weil er nix Besseres zu bieten hat, als ein paar der unangenehmen Dinge, die das Leben und der Postzusteller für viele so mit sich bringt, Rechnungen, Liebesbriefe von der GEZ, der Telekom und dem Finanzamt. Und andere kleine Hässlichkeiten.
Ich kann ihm das nachfühlen. Man überbringt immer lieber gute Nachrichten. Aus der jahrelangen Erfahrung im Umgang mit Klienten weiss ich das. Aber man muss eben auch weiter glauben, dass zwischen dem Verbalunrat, den man auch unter all den Posteingängen findet und den einem auch manche Mit-UN-Menschen zumuten, erfreuliche Dinge warten können. Eine ehemalige Klientin schilderte mir einmal, dass sie nur Mitglied in einem Koch- und Backclub eines grösseren Unternehmens für Backzutaten geworden sei, weil sie dann während ihres höchst unerfreulichen Scheidungsverfahrens 1x monatlich ein Mitgliederheft bekam mit zauberhaften Rezepten und einer Produktprobe und einem Newsletter mit Inseraten für Brieffreundschaften und Angeboten für die Abgabe von diversen Koch- und Backbüchern. Die Zeitung kam fast immer an einem Freitag oder Samstag bei ihr an. Ebenso wie die Postsendungen des Rechtsverdrehers, pardon: Rechtsvertreters ihrer ehemals und vermeintlich besseren Hälfte, der nach rund 20 Jahren Eheleben seine wahren SEITEN zeigte, als er zur gegenSEITE mutierte. Eine seiner kleinen Schikanen war neben unerträglichen Schreiben , dass er diese stets abends und eben Freitag abends zukommen liess, per Post oder per Fax. weil dann das Wochenende damit verdorben war. Wissend, dass dann ihr eigener Anwalt erst Montag wieder erreichbar war, um die darauf gebotenen und möglichen Massnahmenn zu besprechen. Weil er sie lange genug kannte, um zu wissen, dass es nicht darauf ankam, dass seine dreisten Behauptungen und Ausführungen nicht wahr oder nicht beweisbar waren, sondern bereits genügte, dass sie sich darüber so aufregte, dass ihr dies während ihrer Tumorerkrankung zusätzlich schadete, der Magen rebellierte und die der Post folgenden Nächte dann noch weniger Schlaf bedeuteten. Er agierte einfach genauso, wie ein ehemaliger Chef von ihr sie gemobbt hatte - er wusste ja, dass sie es zwar damals durchgestanden hatte. Aber eben auch, wie sie darunter gelitten hatte, bis dies überstanden war. Ihr graute vor jedem Gang zum Briefkasten.An manchen Tagen so sehr, dass sie sich sagte "heute nicht". Aber man kann eben die Dinge nicht aufschieben. Feigheit vor dem Feind hilft nicht.
Wenn das Klingelzeichen des Faxgerätes ansprang, schlug etwas auf ihren Magen ein. Auch starke Menschen sind terrorisierbar. Steter bitterer Tropfen.....
Bis sie ein Gegenmittel fand, das auch Onkologen und andere Ärzte für solche Fälle nicht bieten können. Sie sorgte für ausgleichende Post, um die Post mit Verbalunrat zu neutralisieren. "Gift braucht Gegengift", sagte sie. Und fügte hinzu: "Das Gegengift kostet mich 12 Euro Rezeptgebühr im Jahr. das ist preiswerter als jedes Rezept aus der Apotheke. Und die Anwendung schmeckt auch immer besser, als das aus der Apotheke." Nicht nur an den Tagen, an denen die Zeitung kam und sie mit den Produktproben dann das eine oder andere Rezept ausprobierte, sich einen gemütlichen Nachmittag machte, freute sie sich nach und nach wieder auf den Weg zum Briefkasten. Sie suchte sich immer ein paar der Inserate für Brieffreundschaften oder Rezeptanfragen heraus und schrieb ihnen. Und nach und nach kamen wieder erfreuliche Briefe bei ihr an. An beliebigen Tagen. "Dann wenn man es nicht erwartet", sagte sie. "Denn DAS ist das Entscheidende. Denn die überraschenden kleinen Freuden sind es, die das Herz wieder heiter hüpfen lassen. Genau die richtige Herzdosis an Gegengift. Sie lässt wieder zu, dass man darauf vertraut, dass alles möglich ist. Nicht nur Unmöglichkeiten von unmöglichen Menschen. Sondern alles Mögliche passieren kann, was einem gut tut. Und ein Stück mehr Immunabwehr gibt. Solche wie andere."
Ich musste lächeln, als sie das erzählte und dachte, ja: Man darf die Verbalterroristen einfach nicht die Übermacht gewinnen lassen, die nur Papier und Druckerschwärze als Munition haben. Und ihre Machtneurose, die sie auszuleben versuchen. Und die sie eigentlich klein macht. Man kann ihnen MENSCHEN entgegensetzen, die hinter einem stehen. Neben einem. Einfach, weil sie nett sind. Und die es eben auch noch und wieder gibt. Man darf sich nur nicht dagegen verschliessen, das immer und immer wieder neu für möglich zu halten. Und den Briefkasten immer wieder aufmachen. Auch wenn er manchmal wie eine Schlangengrube wirkt.
Es wird bei den Wenigsten ein Lottogewinn drin sein. Aber manchmal eben doch Gutes. Menschen, die einem gut tun, sind im Grunde lauter kleine Lottogewinne. Und so betrachtet, kann man ohne weiteres reich werden. Es braucht nur genügend Komplizen.
Und auf einmal fiel mir Krause wieder ein. Krause, einer der vielen älteren Kunden in einer kleinen Bäckerei, in der ich einige Jahre gearbeitet hatte. Der nach einer Kehlkopfoperation kaum sprechen konnte. Der mir jahrelang Post schickte und ich ihm. Immer wenn ich einen mit Blümchen oder Glückssymbolen beklebter Umschlag in meinem Briefkasten als Studentin vorfand, lagen 2 Stunden Lesefutter mit heiteren, alltäglichen, hintersinnigen und verschmitzten Zeilen vor mir, liebenswürdig, manchmal Rat gebend, manchmal nachdenklich. Als läse man Texte von Tucholsky, Roth oder Kästner. So wie der erste Tucholsky, der eines Tages aus dem Briefkasten herausragte, verpackt natürlich. Von ihm natürlich. Er steht noch heute in meinem Regal. Eines von den Büchern, die nicht bei Amazon zur Adoption freigegeben werden. Eine nette Nachbarin, die vor ein paar Tagen bei mir auf einen Plausch abends war, erzählte mir von einer Freundin, die nun wegziehe, nach 10 Jahren, die sie befreundet seien. Die ihr fehlen werde, fügte sie hinzu. Die sei ein Mensch für sie gewesen, mit dem sie jede Menge erlebt und auch nicht so dolle Zeiten bei beiden durchgestanden habe. "Kennst Du das ? So Menschen, die irgendwie so Begleiter in der Zeit sind, einer bestimmten Zeit im Leben?" fragte sie mich, während wir am heissen Apfelpunsch nippten. Ich dachte an Krause und an ein paar andere Menschen in der Vergangenheit. Und an einige wenige, an der Hand abzählbare derzeit. Und nickte. Das sind die, die ein Radar haben. Und irgendwie finden sie Dich. Und manchmal Du sie.
Zum Glück. Eines meiner Radargeräte steht in Edermünde. So ungefähr. Das steht jedenfalls immer auf dem Poststempel. Wie heute wieder. Blumige Briefmarken, ein Hörbuch, das eine gute Stunde Genuss am Wochenende bei einer Kanne Tee und einem süssen Kasseler Küsschen schon jetzt vorfreuen lässt und anderes mehr. Komplizen haben ein Radar für das timing der kleinen Überraschungen im Briefkasten, wenn er wieder mal Grummelpost birgt, die Gegengift braucht.
Komplizen sind einfach --- LICHTBLICKE !
;-)))
Sandmuschelchen 12.11.2007, 18.47 | (0/0) Kommentare | TB | PL








