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Ausgewählter Beitrag
Super.......Constellation

Martin plaudert heute morgen davon, das künftige Flaggschiff von Lufthansa, DER A380 nehme ab Juni 2010 den Flugbetrieb ab Frankfurt auf. Für Isarnixen ist das jetzt eher eine "ach..... kaum wartet man paar Jahre, dann ham's ihn auch in Frankfurt"-News. Bissi frotzeln muss sein. Denn am Flughafen FJS ist er Stammgast. Der Airport FJS München hier war der erste
europaweit, der dafür zertifiziert und zugelassen wurde, so dass er ohne
aufwendige Sonderverfahren starten und landen konnte.
Mehr als Lokalpatriotismus und bajuwarisch-verschmitzt-zufriedenes "mia san halt mia und mia san halt Hund'"-Feeling ist es bei mir eine schon von jeher vorhandene Liebe und Faszination zum Fliegen und für Flieger. Es verging aber bei von jeher bestehender Sehnsucht zum Fliegen ziemlich lange Zeit bis ich meinen ersten Flug erlebte. Ein Berufstermin für die Deutsche Gesellschaft für Medizinrecht in Berlin war der Anlass und ist neben einem beruflichen Aufstiegs-Step auch mit dem ersten rein flugtechnischen Abheben verbunden [ der Rest vom Lizchen blieb persönlichkeitstreu bodenhaftend ;-))) ].
Den ersten Flug genoss ich - frank und frei? - hingerissen. Und herzhaft innerlich schmunzelnd über den Check in und den Weg durch Check in und Security. Wo ich -erst irritiert in der Annahme, einen Fleck im Gesicht oder auf dem Gewand zu haben - ungewohnt viele Blicke auf mich zog. (Und vergeblich nach irgendeinem vielleicht unbemerktem Flecken auf Kleidung etc suchte) . Eine der Schalter-Mitarbeiterinnen löste mit ihrer Frage ("Von welcher Dienststelle sind Sie denn?") meine Irritation mit ihrem vielsagenden Blick auf meine Kostümjacke: Denn ich hatte - zufällig für den Flug, aber sehr wohl mit Bedacht für den Termin in Berlin - ein schmal geschnittenes, schwarzes Kostüm im Uniformstil mit eher marinetypischen, als flugassoziativen bronzefarbenen Knöpfen und bestickten Ärmelstreifen wie Piloten sie tragen , von Mondi gewählt. Eines meiner absoluten Wohlfühl-Outfits über viele Jahre bei manchen Businessterminen. Mit ungeahntem Effekt - wenn man sich auf Flughäfen oder anderen Häfen bewegt. ;-)
Fliegen ist noch immer Passion und Flugzeuge auch. Nicht nur beim Husch zum Gate für Termine. Eigene. Oder wenn ich - wie vor ein paar Monaten in Frankfurt - dbmS zum Flieger bringe. Immer wieder gern auch einfach mal mit der Kamera liebe ich es zum Airport zu fahren, für Fotos und einfach zum Guggen. Ich erinnere mich noch an einen Besuch des Flughafens in Riem als Kind, wo wir eine Tante aus Innsbruck einfliegend abholten. Und bei allen Autofahrten auf der Achse Frankfurt und Köln ist es immer wieder die gleiche Faszination, wenn diese Vögel schier greifbar wirkend über einem und durch das Schiebedach sichtbar über Dir einschweben. Wie ich sie zu Riemer Zeiten an der Truderinger draussen über uns im Auto erleben konnte, wenn wir in den Chiemgau oder in die Wasserburger Gegend unterwegs waren.
Flieger fand ich sooooooooooo klasse als Mädl. So faszinierend, dass ich damals sogar Stewardess werden wollte. Meiner Mutter war bei diesem Berufswunsch anfangs - glaube ich - gar nicht behaglich, sie empfahl lieber Bodenpersonal ;-))) . Beim "Babbi" war das anders - Väter haben da eh andere Blickwinkel und als Fallschirmspringer und mit seiner Leidenschaft für Technik, die ich teilte und zu der ich ihm nie mit irgendeiner Frage zuviel kommen konnte, hatte er überhaupt kein Problem damit, dass ich so einen Berufswunsch hatte. Hätte es damals die Chance gegeben, als Frau auch Pilot zu werden - er hätte vermutlich gefragt, warum ich mir das dann nicht auch überlege.
Meine Eltern finden es heute noch urkomisch, dass ich (zur Frustration der einen meiner Omas bei den ersten gesprochenen Worten eher "Super Constellation" völlig fehlerfrei quasselte, als bei allem guten Zureden und Vorsagen "Oma" zu sagen ;-)))))))))
Dabei... so verwunderlich war es nicht wirklich. Über meinem Babybett in der Schwabinger Wohnung hingen zwei Modellflugzeuge , von denen eine ....ja, eben eine Super Constellation war. Und die Nora erkannte ich zB schon am Klang, wenn sie noch weit entfernt und kaum zu hören war, wenn sie über der späteren Wohnung anflog. Ebenso wie ich die Flieger der Bundeswehr in Altenstadt von allen anderen Flugzeugen am Klang unterscheiden konnte, noch bevor sie über dem Hang ins Sichtfeld kamen und plopp plopp plopp einer der Fallschirmspringer nach dem anderen über dem Hang absprangen und sich kurz darauf die Schirme öffneten, die ich stundenlang beobachten konnte vom Fenster meiner Grosseltern in Schongau aus, wo ich fast alle meine Ferien vebrachte. Einige Jahre später, so mit ca 21 hatte ich ernsthaft vor, privat Fallschirmspringen anzufangen - ein Freund kannte da eine Möglichkeit, wo das möglich war. Die Kosten dafür mussten dann allerdings vernunftbegabt hinter der wichtigeren Finanzierung meines Studiums erst zurückgestellt werden. Und als frischgebackene junge Mutter denkt man dann an andere Verantwortung. So wurde nix aus Fallschirmspringen. Toll finde ich es - wie Fliegen - nach wie vor.
Heute beschleicht einen so manches Mal ein ambivalentes Gefühl. 2001 hat und wird diese Spur hinterlassen.. Das merkt man auch immer dann, wenn ich - sei es vom Zimmer dbmS oder von der Dachgartenlaube oder vom Platz hier an meinem Arbeitstisch - Richtung Westen freien Blick in den Himmel habe. Tagsüber oder nachts. Bei den gefühlt oder tatsächlich irgendwie zunehmenden Flugfrequenzen mit der Schleife hier über dem Meggendörfchen , die teils nach Augsburg Memmingen hinüber mehr werden, aber auch zum FJS hin. Und zunehmend auch nach 22 Uhr, man merkt an diesen als Verspätungsankunft noch erlaubten Nachtflügen eben auch indirekt die Zunahme der Flugfrequenzen und - Zahlen.
Manchmal bin ich mir auch nicht so wirklich sicher, ob ich noch grössere Vogerl hier touren sehen mag ;-) Sie sind zwar bei weitem nicht so tieffliegend, aber wenn einer runterkäme, ist es wurscht, aus welcher Höhe über der City er sich in die Erde bohrt... Und beim Gedanken an die Langstreckenflüge dbmS in diesen Tagen von Sydney nach Tokyo und paar Tage danach dann wieder hier her nach Frankfurt - ich gebe es zu - bin ich auch (Muttertierchen halt) froh, wenn jeder Vogel und jeder Zugvogel wieder gut gelandet sein wird. Der - ohne von frühe(re)n Berufsplänen seiner Mutter auch nur ansatzweise zu ahnen - während seines Abis noch plante, Fluglotse werden zu wollen.
Hat die Liebe zum Fliegen nachgelassen oder gelitten? Nein. Nicht nur, weil es ohne Fliegen oftmals beruflich gar nicht ginge. Oder weil Bahnhöfe und andere menschenreiche Plätze auch nicht mehr mit dem gleichen Grundvertrauen verbunden sind. Dann hätte ich das schon als Kind tun müssen - als Deutscher Herbst, Münchner Olympiade 1972 in Sichtweite und Oktoberfest 1980 mit dem Besuch dort auf schreckliche Weise nah kamen und lehrten, dass keine Angst der Welt, sondern oft nur Glück über vieles entscheiden. Und dass Angst Leben nicht verhindern oder beherrschen, sondern nur als evolutionäres Hilfsinstrument mit Warn- und Wachmach-Effekten begleiten und ergänzen darf. DARF. Alles eine Kopfsache. Aber ..... das Wichtigste sollte man im Kopf haben. Um uns weiter zu bringen. Und es leicht tragen. Und nicht als Ballast. Im Kopf nicht und nicht auf den Schultern und schon gar nicht auf der Seele. Sonst verliert sie.....ja, eben die Flügel. Und was wären wir ohne die..... soweit die Flügel sie tragen. Rischtisch ? ;-)
Also.... guten Flug. Allerseits. Im Allgemeinen. (Und am 8. und 15.März im Besonderen.)
Mehr als Lokalpatriotismus und bajuwarisch-verschmitzt-zufriedenes "mia san halt mia und mia san halt Hund'"-Feeling ist es bei mir eine schon von jeher vorhandene Liebe und Faszination zum Fliegen und für Flieger. Es verging aber bei von jeher bestehender Sehnsucht zum Fliegen ziemlich lange Zeit bis ich meinen ersten Flug erlebte. Ein Berufstermin für die Deutsche Gesellschaft für Medizinrecht in Berlin war der Anlass und ist neben einem beruflichen Aufstiegs-Step auch mit dem ersten rein flugtechnischen Abheben verbunden [ der Rest vom Lizchen blieb persönlichkeitstreu bodenhaftend ;-))) ].
Den ersten Flug genoss ich - frank und frei? - hingerissen. Und herzhaft innerlich schmunzelnd über den Check in und den Weg durch Check in und Security. Wo ich -erst irritiert in der Annahme, einen Fleck im Gesicht oder auf dem Gewand zu haben - ungewohnt viele Blicke auf mich zog. (Und vergeblich nach irgendeinem vielleicht unbemerktem Flecken auf Kleidung etc suchte) . Eine der Schalter-Mitarbeiterinnen löste mit ihrer Frage ("Von welcher Dienststelle sind Sie denn?") meine Irritation mit ihrem vielsagenden Blick auf meine Kostümjacke: Denn ich hatte - zufällig für den Flug, aber sehr wohl mit Bedacht für den Termin in Berlin - ein schmal geschnittenes, schwarzes Kostüm im Uniformstil mit eher marinetypischen, als flugassoziativen bronzefarbenen Knöpfen und bestickten Ärmelstreifen wie Piloten sie tragen , von Mondi gewählt. Eines meiner absoluten Wohlfühl-Outfits über viele Jahre bei manchen Businessterminen. Mit ungeahntem Effekt - wenn man sich auf Flughäfen oder anderen Häfen bewegt. ;-)
Fliegen ist noch immer Passion und Flugzeuge auch. Nicht nur beim Husch zum Gate für Termine. Eigene. Oder wenn ich - wie vor ein paar Monaten in Frankfurt - dbmS zum Flieger bringe. Immer wieder gern auch einfach mal mit der Kamera liebe ich es zum Airport zu fahren, für Fotos und einfach zum Guggen. Ich erinnere mich noch an einen Besuch des Flughafens in Riem als Kind, wo wir eine Tante aus Innsbruck einfliegend abholten. Und bei allen Autofahrten auf der Achse Frankfurt und Köln ist es immer wieder die gleiche Faszination, wenn diese Vögel schier greifbar wirkend über einem und durch das Schiebedach sichtbar über Dir einschweben. Wie ich sie zu Riemer Zeiten an der Truderinger draussen über uns im Auto erleben konnte, wenn wir in den Chiemgau oder in die Wasserburger Gegend unterwegs waren.
Flieger fand ich sooooooooooo klasse als Mädl. So faszinierend, dass ich damals sogar Stewardess werden wollte. Meiner Mutter war bei diesem Berufswunsch anfangs - glaube ich - gar nicht behaglich, sie empfahl lieber Bodenpersonal ;-))) . Beim "Babbi" war das anders - Väter haben da eh andere Blickwinkel und als Fallschirmspringer und mit seiner Leidenschaft für Technik, die ich teilte und zu der ich ihm nie mit irgendeiner Frage zuviel kommen konnte, hatte er überhaupt kein Problem damit, dass ich so einen Berufswunsch hatte. Hätte es damals die Chance gegeben, als Frau auch Pilot zu werden - er hätte vermutlich gefragt, warum ich mir das dann nicht auch überlege.
Meine Eltern finden es heute noch urkomisch, dass ich (zur Frustration der einen meiner Omas bei den ersten gesprochenen Worten eher "Super Constellation" völlig fehlerfrei quasselte, als bei allem guten Zureden und Vorsagen "Oma" zu sagen ;-)))))))))
Dabei... so verwunderlich war es nicht wirklich. Über meinem Babybett in der Schwabinger Wohnung hingen zwei Modellflugzeuge , von denen eine ....ja, eben eine Super Constellation war. Und die Nora erkannte ich zB schon am Klang, wenn sie noch weit entfernt und kaum zu hören war, wenn sie über der späteren Wohnung anflog. Ebenso wie ich die Flieger der Bundeswehr in Altenstadt von allen anderen Flugzeugen am Klang unterscheiden konnte, noch bevor sie über dem Hang ins Sichtfeld kamen und plopp plopp plopp einer der Fallschirmspringer nach dem anderen über dem Hang absprangen und sich kurz darauf die Schirme öffneten, die ich stundenlang beobachten konnte vom Fenster meiner Grosseltern in Schongau aus, wo ich fast alle meine Ferien vebrachte. Einige Jahre später, so mit ca 21 hatte ich ernsthaft vor, privat Fallschirmspringen anzufangen - ein Freund kannte da eine Möglichkeit, wo das möglich war. Die Kosten dafür mussten dann allerdings vernunftbegabt hinter der wichtigeren Finanzierung meines Studiums erst zurückgestellt werden. Und als frischgebackene junge Mutter denkt man dann an andere Verantwortung. So wurde nix aus Fallschirmspringen. Toll finde ich es - wie Fliegen - nach wie vor.
Heute beschleicht einen so manches Mal ein ambivalentes Gefühl. 2001 hat und wird diese Spur hinterlassen.. Das merkt man auch immer dann, wenn ich - sei es vom Zimmer dbmS oder von der Dachgartenlaube oder vom Platz hier an meinem Arbeitstisch - Richtung Westen freien Blick in den Himmel habe. Tagsüber oder nachts. Bei den gefühlt oder tatsächlich irgendwie zunehmenden Flugfrequenzen mit der Schleife hier über dem Meggendörfchen , die teils nach Augsburg Memmingen hinüber mehr werden, aber auch zum FJS hin. Und zunehmend auch nach 22 Uhr, man merkt an diesen als Verspätungsankunft noch erlaubten Nachtflügen eben auch indirekt die Zunahme der Flugfrequenzen und - Zahlen.
Manchmal bin ich mir auch nicht so wirklich sicher, ob ich noch grössere Vogerl hier touren sehen mag ;-) Sie sind zwar bei weitem nicht so tieffliegend, aber wenn einer runterkäme, ist es wurscht, aus welcher Höhe über der City er sich in die Erde bohrt... Und beim Gedanken an die Langstreckenflüge dbmS in diesen Tagen von Sydney nach Tokyo und paar Tage danach dann wieder hier her nach Frankfurt - ich gebe es zu - bin ich auch (Muttertierchen halt) froh, wenn jeder Vogel und jeder Zugvogel wieder gut gelandet sein wird. Der - ohne von frühe(re)n Berufsplänen seiner Mutter auch nur ansatzweise zu ahnen - während seines Abis noch plante, Fluglotse werden zu wollen.
Hat die Liebe zum Fliegen nachgelassen oder gelitten? Nein. Nicht nur, weil es ohne Fliegen oftmals beruflich gar nicht ginge. Oder weil Bahnhöfe und andere menschenreiche Plätze auch nicht mehr mit dem gleichen Grundvertrauen verbunden sind. Dann hätte ich das schon als Kind tun müssen - als Deutscher Herbst, Münchner Olympiade 1972 in Sichtweite und Oktoberfest 1980 mit dem Besuch dort auf schreckliche Weise nah kamen und lehrten, dass keine Angst der Welt, sondern oft nur Glück über vieles entscheiden. Und dass Angst Leben nicht verhindern oder beherrschen, sondern nur als evolutionäres Hilfsinstrument mit Warn- und Wachmach-Effekten begleiten und ergänzen darf. DARF. Alles eine Kopfsache. Aber ..... das Wichtigste sollte man im Kopf haben. Um uns weiter zu bringen. Und es leicht tragen. Und nicht als Ballast. Im Kopf nicht und nicht auf den Schultern und schon gar nicht auf der Seele. Sonst verliert sie.....ja, eben die Flügel. Und was wären wir ohne die..... soweit die Flügel sie tragen. Rischtisch ? ;-)
Also.... guten Flug. Allerseits. Im Allgemeinen. (Und am 8. und 15.März im Besonderen.)
Sandmuschelchen 05.03.2010, 09.28 TB | PL | einsortiert in: Gedankenhupfer
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Kommentare zu diesem Beitrag
1.
von Fellbande
Guten Morgen!
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Danke!
Dicke Knuddelnasis von Fellbande!
vom 10.03.2010, 09.19
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