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Aus aktuellem Anlass

Vor drei Tagen ist Sonja Gräfin Bernadotte verstorben, deren Arbeit selbst Menschen, die sich mit Fragen und Neuigkeiten von Adels, Proms und ihrem Glamour gar nicht so befassen, jedenfalls dann viel Freude bereitet, wenn sie - wie ich - Liebhaber von Blüten und Schmetterlingen sind. Dann kennt man - entweder dem Namen nach oder durch Besuche - die Insel Mainau, welche mit dem Namen Sonja Gräfin Bernadottes untrennbar verbunden ist. Über die Geschichte Mainaus und ihre nicht immer sehr rühmlichen Nutzer und umstrittenes Zustandekommen der Nutzungen auch im Dritten Reich kann man unter anderem hier viel Interessantes lesen.
Es ist schon eine Reihe von Jahren her, dass ich sie zuletzt besucht habe, die Mainau. Der beste meiner Söhne war noch im Kindergarten-Alter und die Fotos von den Bodensee-Kurzurlauben sind alle noch auf Papier aus meiner analogen Fotozeit. Bodensee ist für mich immer mit Frühjahr oder Frühsommer verbunden. Das erste Mal hatten wir ein kleines Privatzimmer, hübsch und mit netter Zimmervermieterin und Frühstück zur Studienzeit in Hagnau. Später nutzten wir einige Male das verlängerte Wochenende mit einem der Himmelfahrts- oder Fronleichnams-Feiertag für Kurzurlaube. Und konnten dann im 1000jährigen Ort Meersburg wohnen. Im Löwen. Einem Hotel und Restaurant mit eine wunderschönen Weinstube, das es immerhin auch auf eine schon 500 Jahre dauernde Geschichte bringt. Und eine ganz wunderschöne Atmosphäre mit der Zirbelholzausstattung und vielen zauberhaften Details besitzt. In der Spargelzeit lohnt ein Weg schon allein deswegen dorthin. Und genau genommen war das auch ursprünglich einer der Gründe, warum wir die Gelegenheit für die Kurztrips an den Feiertags-Wochenenden dorthin ausprobiert hatten: Wenn man selbst Spargel liebt, aber einer in der Familie den Geruch vom Kochen des Spargels nicht (v)erträgt, kann man als "Chefin der häuslichen Cuisine" entweder lebenslänglich auf ein eigenes Lieblingsessen verzichten oder sich was einfallen lassen. In meinem Fall: Ich hab mir ausgesucht, wo es angeblich den besten Spargel geben soll und wo es vermutlich auch genug Leckeres auf den Tisch für NICHT-Spargel-Liebhaber geben kann. Das Badische und das Bayerische rund um den Bodensee sind da genial. Und nette Wochenendarrangements tun ein Übriges.
Vom Hotel blickte man von dort morgens aus dem Zimmer hinüber auf den See und auf den plätschernden Brunnen und den Schlossplatz. An Fronleichnam war dieser über und über bedeckt mit Mosaiken von Blüten, dern Duft man bis zu den Zimmern herauf zart wahrnahm. Und ein sehenswertes Motiv sind dann die in mittelalterlich oder gutbürgerlichen Kostümen bekleideten Bürger des Ortes, wenn man dann die Gasse hinunter zum See spaziert. Genuss pur der Blick auf den See hinaus und schon war sie da, die Lust, die Fähre zur Mainau zu nehmen. Das erste Mal anlässlich einer der unglaublich schönen Orchideenausstellungen, die damals "en mode" kamen. Die zauberhaften Blüten und ihre zahllosen Varianten sind einfach unvergleichlich.

Wir haben sie besucht, bevor wir dann nach Zürich weiter zu einer Studienfreundin fuhren, die es durch den Beruf ihres Mannes in einen kleinen Ort etwas ausserhalb von Zürich verschlagen hatte.
Schön wäre es, wieder einmal einen Ausflug an den Bodensee zu machen. Träumen kann man ja davon schon einmal. Zumal es noch jede Menge mehr interessante Ziele dort gibt. Aber die Blüten auf der Blumeninsel gehören in jedem Fall wieder dazu.
;-)
Es ist schon eine Reihe von Jahren her, dass ich sie zuletzt besucht habe, die Mainau. Der beste meiner Söhne war noch im Kindergarten-Alter und die Fotos von den Bodensee-Kurzurlauben sind alle noch auf Papier aus meiner analogen Fotozeit. Bodensee ist für mich immer mit Frühjahr oder Frühsommer verbunden. Das erste Mal hatten wir ein kleines Privatzimmer, hübsch und mit netter Zimmervermieterin und Frühstück zur Studienzeit in Hagnau. Später nutzten wir einige Male das verlängerte Wochenende mit einem der Himmelfahrts- oder Fronleichnams-Feiertag für Kurzurlaube. Und konnten dann im 1000jährigen Ort Meersburg wohnen. Im Löwen. Einem Hotel und Restaurant mit eine wunderschönen Weinstube, das es immerhin auch auf eine schon 500 Jahre dauernde Geschichte bringt. Und eine ganz wunderschöne Atmosphäre mit der Zirbelholzausstattung und vielen zauberhaften Details besitzt. In der Spargelzeit lohnt ein Weg schon allein deswegen dorthin. Und genau genommen war das auch ursprünglich einer der Gründe, warum wir die Gelegenheit für die Kurztrips an den Feiertags-Wochenenden dorthin ausprobiert hatten: Wenn man selbst Spargel liebt, aber einer in der Familie den Geruch vom Kochen des Spargels nicht (v)erträgt, kann man als "Chefin der häuslichen Cuisine" entweder lebenslänglich auf ein eigenes Lieblingsessen verzichten oder sich was einfallen lassen. In meinem Fall: Ich hab mir ausgesucht, wo es angeblich den besten Spargel geben soll und wo es vermutlich auch genug Leckeres auf den Tisch für NICHT-Spargel-Liebhaber geben kann. Das Badische und das Bayerische rund um den Bodensee sind da genial. Und nette Wochenendarrangements tun ein Übriges.
Vom Hotel blickte man von dort morgens aus dem Zimmer hinüber auf den See und auf den plätschernden Brunnen und den Schlossplatz. An Fronleichnam war dieser über und über bedeckt mit Mosaiken von Blüten, dern Duft man bis zu den Zimmern herauf zart wahrnahm. Und ein sehenswertes Motiv sind dann die in mittelalterlich oder gutbürgerlichen Kostümen bekleideten Bürger des Ortes, wenn man dann die Gasse hinunter zum See spaziert. Genuss pur der Blick auf den See hinaus und schon war sie da, die Lust, die Fähre zur Mainau zu nehmen. Das erste Mal anlässlich einer der unglaublich schönen Orchideenausstellungen, die damals "en mode" kamen. Die zauberhaften Blüten und ihre zahllosen Varianten sind einfach unvergleichlich.

Schön wäre es, wieder einmal einen Ausflug an den Bodensee zu machen. Träumen kann man ja davon schon einmal. Zumal es noch jede Menge mehr interessante Ziele dort gibt. Aber die Blüten auf der Blumeninsel gehören in jedem Fall wieder dazu.
;-)
Sandmuschelchen 24.10.2008, 05.06
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Kommentare zu diesem Beitrag








Ja, Sonja Gräfin Bernadotte war auch mir ein Begriff. Ein Jammer, dass sie viel zu früh an Krebs sterben musste. Ich war nur als kleines Kind mal am Bodensee. Aber es gibt noch Bilder von damals, wie mich meine Mutter im Kinderwagen über die Insel Mainau schiebt (1954). Später bin ich zwar öfter mal durch die Gegend dort gefahren, aber wir haben nie Halt gemacht. Sollte man mal wieder, da hast du völlig recht.
Lieben Gruß
Elke
vom 26.10.2008, 16.17
Moin Elke, danke Dir für die nette Anmerkung.... ich kann mir gar nicht denken, dass Du schon in den 50ern mit eigenem Fahrzeug unterwegs warst, selbst wenn am "Steuer" noch deine Mutter zuständig war ;-) - aber das liegt sicher an Deiner erfrischend jungen Art Deiner Texte.
Nun, heute sind ja - zum Glück - schon Orchideen- und andere Blumenausstellungen und auch Schmetterlingsgärten verbreiteter und nicht mehr nur auf der Mainau zu finden, so dass mancher auch näher in einen Genuss solcher kommt. Aber sie ist in der Art und durch die Lage wohl nach wie vor ein besonders schönes Ziel.... wer weiss, vielleicht machen wir ja mal ein Mini-Blogger-Treffen am Bodensee? Inge seufzt beim Gedanken an den Bodensee auch immer ganz tief.... ;-)))) Zum Glück gibt's dort ja auch preiswertere Ü-Gelegenheiten als grad die Hotels*hat mir meine Kamera gerade verschwörerisch ins Ohr geflüstert ........das raffinierte Teil. :-))