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Ausgewählter Beitrag
Gesprenkelt

Kurz nach diesem Bild sah ich nämlich nur noch ziemlich gesprenkelt aus der Wäsche - Der Supergau : Kamerastreik.
Der LCD zeigt nach jedem Auslösen nur noch black screen.
Akku und Speichermedien sind nicht der Grund und eine explizite Fehlermeldung zeigt
die Canon 300 d sonst auch nicht an........Speichercards gewechselt, Test. Keine Lösung. Die noch gefertigten Bilder kurz vor dem Defekt und auch die black pics runtergeladen und getestet, ob sie nur im LCD nicht sichtbar waren oder schlicht nichts drauf ist. Die schwarzen "Bilder" haben laut Aufnahmeinformationen nach dem PC-Load in einem beispielhaft geprüften Bild satte 4mille Dateigrösse - hä ? Nix drauf, aber Bildgrösse nach Pixeln oder wie ?????
Dateiname
409_0973.CRW
Bezeichnung des Kameramodells
Canon EOS 300D DIGITAL
Aufnahmedatum/-zeit
15.06.2008 19:01:42
Aufnahmemodus
Tv (Blendenautomatik)
Tv (Verschlusszeit)
1/125
Av (Blendenzahl)
2.8
Messungsmodus
Mehrfeld
Belichtungskorrektur
0
Filmempfindlichkeit (ISO)
100
Objektiv
100.0mm
Brennweite
100.0mm
Bildgröße
3072x2048
Bildqualität
RAW
Blitz
Aus
Weißabgleich
Auto
Parameter
Kontrast +1
Schärfe +1
Farbsättigung +1
Farbton Normal
Farbraum
sRGB
Dateigröße
4256KB
Filmtransportart
Einzelbild-Aufnahme
Ich nehme erst mal den Expertenjoker und schicke einem meiner Lieblingsbuddies, von dem ich weiss, dass er fit in Kameratechnik ist, eine Hilferufsmail, ob er den Fehler kennt....Ihm schwant auch nichts Gutes nach der Beschreibung, sichere Diagnose aber nicht möglich, aber allemal hat er einen guten Link für eine Canon-Werkstatt seines Vertrauens für mich. (Die erst mal gleich notieren und morgen mal versuchen, anzurufen, ob sie einen Tip haben)
Dabei fing der Sonntag noch so
gut an. Eine Reihe schon vorbereiteter Foodies, ein paar exotische Models unter
den Foods, die den Weg vom Markt gefunden hatten, weil sie mich mit
preisgünstigem Lockvogelblick angesehen hatten. Zeit und Wetterlage ideal, um
nach einer kleinen Fahrradrunde zum Erdbeerfeld und in die Wiesen für die
Wildkräuter und Wildrosenhecken, nicht nur letztere und die Foodies
abzulichten, sondern ganz sicher noch eine Reihe der schon länger im Notizbuch
für Non-Food-Bildideen ein paar abzuhaken. Morgens um 5 war ich bereits auf und
fleissig gewesen, um die Dolci und ein paar andere Foodies vorzubereiten, damit
sie dann – wie die Schokoladentarte erst mit dem Mürbeteig gebacken und mit
einer Mokka-Trüffel-Creme gefüllt und im Kühlschrank gekühlt rechtzeitig nach
der Fahrradtour mise en place und aufnahmebereit sein würden....
Die frisch gepflückten Erdbeeren, Wildkräuter und Wildblüten und (ja, leidet
nur mit !!!) die eigens für einige der Erdbeervariationen gebackene
Schokoladentarte mit cremiger Trüffelfüllung und anderes mehr mussten
kurzfristig als Models gecancelt werden....
Kaum hatte ich nach der Rückkehr kein halbes Dutzend Aufnahmen geschossen, gab der LCD-Monitor der 300d nur noch ein anthrazitschwarzes Bild zu sehen.... sh....!!! Fehlercodes, Fehlerquellen, Bedienungsanleitung, Google, Canon-Foren – alles, was an Verdacht übrig blieb nach dem Fehlerausschlussverfahren, war ein defekter LCD-Monitor. Was den Gang zur Werkstatt unumgänglich macht. Ob reparierbar oder nicht, allein der Gedanke an die Kosten ist hungerkillend. Die Alternative – Erreichen der Auslösergrenze der inzwischen bald 4 Jahre alten Cam – wäre schlimmer. Wirklich ? Der Gedanke schleicht sich ein, dass die Kosten der Reparatur sicher nicht unter denen vom Oktober 06 liegen werden...die waren schon bei 250 Euro..... damit ist mit der Reparaturkostensumme der Preis erreicht, den man derzeit auf dem Markt für eine 300d, 350 d und 400d „nur“ noch zahlen würde. Aber aus verschiedenen Gründen wäre ein Ersatzkauf dieser Modelle auch nicht wirklich sinnvoll. Schon deswegen, weil für Agenturen seit der Anschaffung der jetzigen Kamera die Anforderungen für Bilder längst gestiegen sind und eine Neuanschaffung auf dem bisherigen Pixel-Level ökonomisch keine sinnvolle Entscheidung wäre. Aber am Wollen liegt eine solche Entscheidung eh nicht allein. Weder ein vergleichbares, noch eine eigentlich längst sinnvolleres Modell mit besserer Bildgrösse/Pixel-Qualität.... bei dem noch das Zubehör ja passen würde....
Die Nacht ist wieder eine der schlafloseren und der
Tempotaschentüchervorrat schwindet überproportional für die
Nicht-Erkältungsjahreszeit.
Aber zorniges Heulen macht erfahrungsgemäss am nächsten Morgen nur kleine Augen, Kopfweh und die Depressionen schlimmer.
Nochmaliger Google-Spaziergang, Forensuche,....aber auch das raubt nur den Schlaf und liefert keine Hilfe.
Für ein Entspannungsbad ist es spätabends auch zu spät. Wenigstens die Nachbarn sollten schlafen, oder ?
Ich beschliesse: Ich nehme dann mal den Publikumsjoker:
Für jeden Tip und Hinweis auf Schadensursachen und voraussichtliche Kosten, um
meine akute Depression angesichts des Kameraentzugs zu mildern oder meinetwegen
noch anzuschärfen (wenn DAS zur Lösung führt) wäre ich durchaus noch
aufnahmefähig.
Ansonsten kriegt die verehrte Leser- und Augenschmauserlschaft und die Riege
der Agenturen ab sofort nur noch Konservenkost.
Frust und ein bunter Strauss an Gefühlskollegen kosteten schon den Rest des Tages... während das Stehaufmännchen gedanklich sortierte, wie viel der Festplatten-Vorratsschrank derzeit noch hergibt, um die nächsten Wochen die Agenturen zu bedienen, welche Arbeiten in einer Kamerapause alle endlich mal dafür erledigt werden können und müssen. Nicht weil sie so dringend wären, sondern um den Entzug zu mildern und sich abzulenken von der Nutzlosigkeit der brachliegenden Kreativität, die eigentlich immer zig-Bildideen im Rucksack in Reserve und zur Erledigung auf dem Zettel hat. Wenn’s grad aktuelle oder jahreszeitliche oder vergleichbare Themen für Bilder geht, sind die auch in einigen Wochen dann entweder nicht mehr nachholbar oder zumindest nicht mehr up to date für die Bildkunden.
Nicht weniger schlimm aber ist der Entzug der täglichen Arbeit
beim Blick durch die Kamera.
Ich kenne das mit der Kamera-Hunger-Kur schon von einer mehrwöchigen Suchtpause
10/2006...... :-((((((
*frustschieb*
Für morgen muss mir was einfallen ! Aber.....
Was also macht eine Food(foto)fetischistin in einer kamerafreien Zeit am besten ?
EINES ist schon mal klar: Es ist ein leider unleugnbares Gefühl, dass sie bei jedem Handgriff allein schon in der Küche automatisch den Blick für ein Bildmotiv hat – und frustzornig erst mal gleich wieder beiseite schieben muss. Und frappierend: es kommt ihr ganz sinnlos vor, zu kochen oder zu backen,....weil die Kamera es ja eh nicht einfangen kann..... schade um all die schönen Motive.... die ganz umsonst einfach „nur“ gegessen werden....
Verd....verfl.... noch mal. Heulen vor lauter Zorn hilft übrigens nicht.... *Tipgeb’ – es macht nur müde..... und dimmt die Laune noch mehr....
Sandmuschelchen 15.06.2008, 22.24
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Kommentare zu diesem Beitrag








Oijoijoi,
ganz schön komplexe Pixelei.
Spontan hätte ich die (rote) Cocktailtomate ja nicht neben die (orangefarbenen) Tomate, sondern neben die Gelbe gelegt.
Dann wäre mir sicher aufgegangen, dass die Reihe - groß, mittel – klein – nicht in die Schale passt. Und wenn doch, wäre mir diese Reihe auch zu linear vorgekommen.
Spätestens in dem Moment hätte ich ratlos den Blick auf das Tischtuch gesenkt.
Rot, Orange und Weiß in endloser Reihe. Uff ...
"Schall Mors wohl finden" hätte meine Urgroßmutter einfach gesagt. Und Tante Alma hätte uns Kindern, in kleinen rotweißgelbgepunkteten Schnapsgläsern, Eierlikör mit einem Schuss Kirchlikör eingeschenkt. Möwensch .. hieß das dann.
Ganz liebe Grüße
Jens
vom 20.06.2008, 12.42