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Sand, Strand und Sandmuschelchens Träume





Herzmuschelchen



Jedes Jahr gibt es den Tag der tiefen Stoßseufzer. Am letzten Schultag. Egal wie die Zeugnisse ausfallen. Mal einer der juchzenden Freude, mal vielleicht einer der Erleichterung der gerade noch mal gekriegten Kurve, dort vielleicht der von manchem, der (und hoffentlich auch seine Eltern) erkennt: Man kann bis zum letzten Moment versuchen, das Beste zu geben - und manchmal reicht es dennoch nicht. Auch dann sollte ......................


ein Seufzer erlaubt und tief geatmet werden. Denn auch dann ist eine Ferienpause erlaubt, bevor man aufgetankt wieder loslegen muss und kann. KANN. Denn immerhin, wer wieder aufsteht nach dem Hinfallen, verdient Respekt und Mutmacher an seiner Seite, die auch mal mitseufzen und trösten. Mir blieben solche Stürze zu Zeugniszeiten immer erspart. Nicht dass ich so übermässig viel gepaukt hätte, aber mich interessierten einfach diese Dinge, die man da erfuhr. Nicht alle und für nicht alle hatte ich gleichermassen den richtigen Draht. Aber man muss und kann auch nicht in allem gleich gut sein. Und zumindest bei allem Schulischen galt bei meinem Vater die Regel "Vorher lamentieren bringt nicht viel, was alles passieren könnte. Nur so gut wie möglich vorbereiten und dann ab ins kalte Wasser. Hinterher jammern, wenn die Milch verschüttet ist, ändert eh nix mehr. Dann muss man das Beste daraus machen. Was Du anfängst, mach' ganz und bring' es zu Ende. Gib bei allem Dein Bestes, mehr kann man nicht machen. Wenn es dann trotzdem nicht reicht, hast Du zumindest Dein Bestes versucht."
Eines der wichtigsten Dinge für mich und später auch an den besten meiner Söhne weiterzugeben war und ist: Hauptsache nie die Freude am Lernen und Weiterlernen verlieren, die Neugier und den Spass, sich auch auf Schwieriges einzulassen, das erst nicht zu bewältigen zu sein scheint. Weil das der beste Motor ist. Besser als Belohnungen, besser als jeder Euro für gute Noten, besser als Strafen oder Schimpfen.
Die vorletzte Runde bringt der beste meiner Söhne heute mal wieder hinter sich. Und startet das erste Mal abends allein mit einer grösseren Runde von Freunden in den Urlaub. Ein bisschen hat er sich das ja auch verdient. Und auch das sollte man lernen: Man sollte sich auch mal selbst belohnen. Für das Beste, das man gegeben hat. Denn schliesslich: Man lernt ja für sich und für's Leben und und nicht für die anderen. Dann ist es auch - wie auch später im Leben, wenn man etwas erreicht - richtig, sich dafür mal selbst etwas zu schenken, sich selbst zu belohnen und mit sich selbst zufrieden zu sein. Sonst kann es leicht passieren, dass man nicht weiss, wann es mal genug ist, Pause zu machen, nach den Hürden. Auch dafür muss man das richtige Gefühl haben, entwickeln und behalten. Zeit für Ferien vom Leisten und Leisten-Müssen. Wissen, dass man - egal was bei der Mühe vorher rauskam - auch das Recht hat, Ferien zu machen. Wer das nicht auch kann, endet im Hamsterrad, das auch krank machen kann. Eltern, die nicht wissen, dass es spätestens am letzten Schultag vor den Ferien eigentlich nur noch heissen darf: Jetzt ist es mal gut. Und im Herbst wird neu und frisch losgelegt, sollten - meiner Meinung nach - selbst noch mal zur Schule gehen. Weil sie was nicht begriffen oder zu schnell verlernt haben.

Nun stehen die gepackten Taschen da und Kroatien lockt schon in die Ferien. Mütter haben dabei zwar gemischte Gefühle, wenn es gleich so weit und per Auto ins Ausland gehen soll. Aber was haben wir für's Leben gelernt ....? : Vorher lamentieren, was alles passieren kann, bringt nichts. Nur : so gut wie möglich vorbereiten und dann ab ins kalte Wasser............. und so...


;-)))


(c)Copyright by Liz Collet
Bildquelle (Poster)
Herzmuschelchen

Sandmuschelchen 01.08.2008, 07.00

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Kommentare zu diesem Beitrag

1. von Inge aus HH

Liebe Liz,

der letzte Schultag!! Ich kenne ihn leider nur von mir selbst. Schade, zu meiner Zeit hat man sich nicht solche Mühe gegeben. Ich glaube, du bist eine ganz tolle Mutter!
:ok:

vom 01.08.2008, 19.45